Was ist Hosting und was hat das mit Cloud-Computing zu tun?

Traditionell beschreibt man die Dienstleistung, die technischen Voraussetzungen zu liefern, um eine Website, einen Onlineshop oder auch andere Webprojekte im Internet verfügbar zu machen als "Hosting". Fast gleichbedeutend damit ist der Begriff "Webhosting".

Im Kern geht es bei diesem technischen Service darum, einem Kunden Platz auf einem Server einzuräumen, damit dieser dort die Dokumente ablegen kann, die er im Web veröffentlichen will. Typischerweise sind dies Text - Dokumente im HTML-Format, die auch auf Grafiken, Bilder, Formulare und andere Elemenete verweisen können. Die Firmen, die Hosting anbieten, sind sozusagen der Motor des Word Wide Web.

Früher, in den späten 1990ern bis in die Nuller Jahre waren recht große mainframeartige Hostsysteme üblich, um solche Dienstleistungen zu realisieren. Die Speichersysteme waren von den Frontendservern auch physikalisch getrennt. Später wurde Clustersysteme üblich, die viele kleine mehr oder weniger handelsübliche Stanandardserver zu einem Verbund bündelten. Die Möglichkeiten, die die Virtualisierungstechnologie mit sich brachten, befügelten diesen Trend weiter, sorgten aber auch dafür, dass die virtualisierte Hardware wieder "größer" wurde: Mehr Prozessorleistung in einem Gehäuse ist ein durchaus feststellbarer Trend.

So um 2007 herum wurde der Begriff "Cloud Computing" populär. Wirklich beschreibend und trennscharf ist der Begriff aber nicht. Im Grunde meint er nur die Ablösung von Applikationen von der konkreten Server- oder PC-Hardware. Die Rechengeschwindigkeit, aber auch die Verfügbarkeit breitbandiger Zugänge ins Internet machte es möglich, Anwendungen nicht mehr auf dem Office-PC zu realisieren, sondern "in der Wolke", also auf einem entfernten System, von dem man als Anwender nicht weiß, wo es sich befindet.

 

 

Markosweb / Smartviper

Markosweb hilft bei der Analyse der Website, besonders wenn es um die Einschätzung grundsätzlicher SEO-Massnahmen geht. Das Tool zeigt die indizierten Seiten, die Anzahl der Backlinks und versucht, einen Score zu berechnen, basierend u.a. auf Metatag-Verwendung sowie der Qualität der eingehenden Links. Für den Anfang ist das ein recht grober, aber vielleicht helfender Gradmesser.

Der größere Informationswert bei Markosweb liegt aus meiner Sicht (und aus meinem Interesse heraus) in der Zuordnung von Websites zu Hosting-Firmen.

Markosweb versucht, die Top Hoster zu identtifizieren und ähnlich wie Netcraft nachzuverfolgen, welche Anbieter gewinnen und welche gerade Kunden (Webistes) verlieren.

Die Methode basiert vermutlich auf der Abfrage der Whoisdaten von etw 4 Millionen Websites weltweit mit Schwerpunkt USA und Europa. Dabei ergeben sich zumindest  für Insider recht interessante Rankings.

Ob die Zahlen valide ist, müsste man mit dem Vergleich anderer Quellen feststellen, doch kaum ein Hoster veröffentlicht vernünftige Daten. Zumindest halte ich die Top 100 Liste von Markosweb nicht für unplausibel. 

Entsprechend interessant - viellecht unter Mafo-Gesichtpunkten - ist die Liste der neuen Seiten, die in einem Kalender einsortiert sind.

So könnte man inhaltsanalytisch versuchen herauszufinden, zu welchen Themen Websites erstellt werden. Dabei fällt auf, dass es kaum noch wirkliche "private Homepages" gibt. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn ein Einzelkämpfer hat kaum mehr eine Chance, eine Website durch die Integration von Affiliateprogrammen oder Adwords zu refinanzieren.

Einige Blogger schaffen das natürlich noch, aber die Masse kommt einfach nicht mehr sehr weit und fliegt weit unter den Radarschirmen der Suchmaschinen.

© 2014 Markus Käkenmeister