Wie testet man Interessen?

Wofür interessieren sich Menschen?

Im Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie hat man es oft mit dem RIASEC Test zu tun. John L. Holland hat das zugrundeliegende Interessensmodell 1977 entwickelt. Interessen werden von ihm als Persönlichkeitsorientierungen angesehen.

Das Akronym RIASEC steht für Realistic, Investigative, Artistic, Social, Enterprising und Conventional. Auf der amerikanischen Website www.mynextmove.org ist der Test frei zugänglich (O*net Interest Profiler). Man bekommt eine Auswertung wie diese:

Computer

Sinclair ZX81

Irgendwann in den frühen 80ern tauchten in Zeitschriften überall kleine Anzeigen von Vobis auf. Nach dem Selbstbaucomputer ZX80 gab es einen Nachfolger namens ZX81, der wie der Vorgänger auf dem Chip Z80 der Firma Zilog aufgebaut war.

Der Einplatinencomputer hat ein paar Hundert D-Mark gekostet und einfach zum Ausprobieren hatte ich mir einen bestellt. Man musste einen normalen Fernseher als Monitor verwenden.

Massenspeicher war das handelsübliche Kassettengerät. Die Spezialität von Sinclair war damals schon die mehrfach belegte Tastatur. Die BASIC Befehle waren alle als ein Begriff auf einer Taste untergebracht. Daher musste man über SHIFT und andere Kombinationen die Ebene oft umschalten. Ebene 1 waren normale Befehle, Ebene 2 dann die Funktionen. Die Tastatur hatte gar keine Tasten. Es war eigentlich eine Folientastatur mit unklarem Druckpunkt.

Arbeits- und Bildschirmspeicher mit 1 K Byte waren eine Einheit, d.h. je mehr Programmcode und Daten zu speichern war, desto weniger Zeichen konnten am Bildschirm angezeigt werden.

Sinclair ZX Spectrum

Mein nächster Homecomputer - diese Bezeichnung war damals üblich - war ein Sinclair ZX Spectrum, der dann auch eine Art Gummitastatur hatte, 16 Farben darstellen konnte und über 16 KB Ram verfügte, die man auf 48 K erweitern konnte.

Wie beim ZX80 lief im inneren ein Z80 Prozessor. Als Massenspeicher gab es Magnetbänder in kleinen Cartridges. Der Spectrum ließ schon etwas mehr Programmcode zu, es gab sogar richtige Spiele wie Raid over Moscow. Die Sinclair Computer waren in England viel populärer. In Deutschland dominierten die VC20 und C64 von Commodore.

Das Schöne an den Homepcomputern von Sinclair war, dass man sich recht schnell dem Maschinencode nähern konnte und mit den Befehlen Peek und Poke ein bisschen in den Speichern herumstochern konnte. Auch kleine Routinen habe ich selbst noch hinbekommen.

 Es gab erstaunlich viele Tools und Software, zum Beispiel auch einen LISP-Editor und Interpreter. Ich erinnere mich an ein Buch "Künstliche Intelligenz mit dem ZX Spektrum" mit einigen Programmierroutinen, die das Prinzip rekursiver Programmierung und selbstlernenden Systemen verdeutlichen sollten.

Dies war schließlich die Zeit des Optimismus, was künstliche Intelligenz anbetrifft. Heute ist der Blick auf Künstliche Intelligenz ja viel, viel nüchterner.

Atari 800 XL

Der nächste Homecomputer, mit dem ich zu tun hatte, war der Atari 800XL, der allerdings meinem Bruder gehörte. Die Ataris verwendeten andere Chips und ich konnte mit meinen Kenntnissen in Z80 Maschinencode nichts anfangen.

Irgendwie kam es mir immer so vor, dass die Atari Computer als Spieleplattform konzipiert waren, obwohl eine vernünftige Tastatur und auch ein Diskettenlaufwerk den Atari für nützliche Dinge brauchbar gemacht hat.

Atari 260 ST

Die Atari Computer waren mir dennoch ziemlich sympathisch, so dass ich meine Eltern überredet habe, einen 260ST mit Diskettenlaufwerk zu kaufen. Wir haben dann dazu einen Oki-Nadeldrucker angeschafft, so dass wir ein paar Office-Probleme nun per PC gelöst haben.

Es gab kommerzielle Anwendungen für Firmen, aber das Lohnverarbeitungsprogramm habe ich damals in GFA Basic selbst geschrieben. Das GFA-BASIC-Handbuch habe ich immer noch zuhause. Wir haben den 260ST später mit dem 520 ST ersetzt.

Das Revolutionäre an diesen Geräten war das Betriebssystem TOS, eine Konkurrenzentwicklung zu Microsoft's DOS mit einer fensterartigen Grafischen Benutzeroberfläche namens GEM. Mit GFA-Basic ließ sich diese Fensterdarstellung ganz gut nutzen.

Als Massenspeicher hatten wir dann auch eine Festplatte mit ein paar Megabyte Kapazität und einen SW-Monitor, der die Zeichen schwarz auf weiß darstelle und nicht wie damals übluch in der DOS-Welt grün auf schwarz.

Ich weiß noch, dass Musiker und Studios den Atari gerne eingesetzt haben, da MIDi-Schnittstellen standardmäßig vorhanden waren. Die Ataris liefen auch mit Motorola Chips der 68000er Baureihe. Damit war die Software inkompatibel zur aufziehenden Wintel Welt. Atari hat leider wie Sinclair auch nicht überlebt.

© 2014 Markus Käkenmeister