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Hier sind die ersten drei Artikel aus diesem Blog:

Hosting & Cloud Computing: whd.global World Hosting Days 2015 in Rust – Einige Notizen


Die inzwischen sehr etablierte Fachmesse World Hosting Days geht heute am 26.März mit einer obligatorischen Party zu Ende.

Einmal im Jahr, bisher immer kurz vor der Eröffnung des Europaparks in Rust, einem großen Vergnügungspark am Rande des Schwarzwalds, trifft sich hier zumindest der auf EMEA ausgerichtete Teil der Branche.

Datenschutz und Sicherheit 

Wichtige übergreifende Themen in diesem Jahr waren Datenschutz und Sicherheit. Edward Snowden war für eine Session aus seinem Exil per Videokonferenz zugeschaltet, ebenso der Computersicherheitsveteran Eugene Kaspersky, bekannt von der gleichnamigen Sicherheitssoftware.

Er betonte, dass es versierte Cyberkriminelle stark auf Unternehmensnetzwerke und Firmendaten abgesehen hätten. Endkunden, Konsumenten seinen natürlich betroffen, doch dort sei nicht so viel an Daten zu entwenden. Wenn wirklich lange mit hohem Aufwand an Schadsoftware entwickelt werden würde, etwa an Software, die die Firmware der Festplatten umschreiben kann, dann würde man die Angriffe gegen möglichst lohnende Ziele richten. Dazu gehörten Kraftwerke und ähnlich sensible Einrichtungen der Infrastruktur.

Virtualisierung ist inzwischen ein gelerntes Thema, unter dem Docker und Container eine große Rolle spielten. Im Hardwarebereich war oft von DDR4 die Rede, im Netzbereich von SSL mit einem leicht ängstlichen Blick auf Free SSL.

Marketing im dichter werdenden Konkurrenzumfeld

Marketing für Hostingprodukte ist ein untergeordnetes Thema gewesen. Die Messe ist eher Hardware-lastig. Einzig Parallels sieht sich ganz betont als Partner auch kleiner Hostingunternehmen und liefert jedes Jahr recht zuverlässig neue Daten aus Umfragen unter der typischen Marketingzielgruppe, den SMBs (Small and Medium Business). Das sind kleine Firmen der Größenordnung 1 bis 50 Mitarbeiter. Gemäß dieser Daten stehen auch im europäischen Markt die Zeichen auf Wachstum (Größenordnung 10 bis 20 Prozent, je nach Segment).

Zwei große Trend gelten als Bedrohung: Der Trend, dass immer mehr Unternehmen auf Contentmarketing setzen und Inhalte bevorzugt gleich und ausschließlich in Facebook oder auf Linkedin publizieren und die Dominanz großer Cloud-Serverfarmen von Amazon (AWS), Microsoft (Azure) und Google (GCP).

Bedrohungen

Tatsächlich findet ja eine recht sichtbare Konsolidierung und Konzentrationsbewegung statt. Wie also können kleinere Anbieter überleben? Es gibt einige Tools, einen neuen Marktplatz für Cloud-Dienstleistungen, Website-Builder als Software as a Service (SaaS), zum Beispiel. Mit Spannung wird auch thegrid.io erwartet.

Sicher müssen normale Webseiten nutzwertiger werden, wenn sie ihre Existenzberechtigung behalten wollen. Schließlich findet man ja dank Googlesuche alle relevanten Informationen schon auf der Suchergebnisseite (im Lokalen sind es Öffnungszeiten, im E-Commercebereich die Produkte oder der Knowledge Graph). 

Über diesen Zusammenhang habe ich hier schon einmal geschrieben

Vielleicht könnten Webseiten von Unternehmen stärker personalisiert werden, so wie das Unternehmen duda es vorschlägt. Auch andere Unternehmen arbeiten daran, das Webseitenerstellen einfacher zu machen.

Insgesamt ist ein einer hoher Innovationsdruck zu spüren, der durch die Branche geht. Auf der Vermarktungsseite steigen die Herausforderungen, trotz oder vielleicht auch wegen der sich abzeichnenden Konsolidierung. Doch in jedem Jahr kommen neue Player auf den Markt, 2014 war dies godaddy aus den USA. Das Unternehmen, das nach eigenem Bekunden nun an die Börse will, hat auch die europäischen Märkte ins Visier genommen. Es bleibt also spannend.

Instagram kündigt neue Layout App an

Instagram Posting von Michelle Obama, offensichtlich schon mit der neuen Layout App von Instagram für IOS. 

Der Fotoshare-Service Instagram kündigt eine neue App namens Layout an. Die Mitteilung besagt, dass die App zunächst für IOS zur Verfügung stehen soll, einige Zeit später - Instagram spricht von Monaten - auch für Android. Als Datum wurde heute, also der 23.3.2015 genannt. Aktuell ist die App aber noch nicht im Apple Store verfügbar.

Mit der App kann der User mehrere Bilder zu einem postbaren Bild komponieren. Dafür werden einige Vorlagen angeboten. Zudem läuft im Hintergrund eine Gesichtserkennung, so dass einige Bildergruppen schon vorgeschlagen werden können. Die Bilder sollen dann per Drag and Drop vom User angeordnet werden können.

Michelle Obama scheint die App Layout schon nutzen zu können.

Besser keine informelle Mail-Adresse für Bewerbungen verwenden


Es macht durchaus einen Unterschied, ob man eine formelle oder eine eher informelle E-Mail-Adresse benutzt.

Forscher am Institut für soziale Psychologie und Organisationpsychologie an der Universität Amsterdam haben den vermuteten Zusammenhang im Bereich Job-Bewerbungen systematisch untersucht.

Als Ergebnis ist festzustellen, dass, wenn formelle Adressen verwendet werden, die Wahrscheinlichkeit einer Einstellung steigt. Als formell gilt eine Mailadresse dann, wenn der echte Name des Absenders in der Adresse abgebildet ist und kein Phantasiename oder Spitzname.

Die Stärke des Effekts ist in der Größenordnung in etwa mit dem (negativen) Effekt von Rechtschreibfehlern vergleichbar.

Informelle E-Mailadressen wirken so wie Rechtschreibfehler 

Für eine theoretische Begründung zogen die Forscher das Modell der Brunswik'schen Linse heran (hier mehr zu diesem Modell). Im empirischen Teil der Untersuchung wurden die E-Mailadresse, die Rechtscheibung sowie die Schriftart variiert und (fingierte, aber passende) elektronische Bewerbungen Testpersonen vorgelegt, die über eine mögliche Einstellung des Kandidaten entscheiden können. Es handelte sich dabei um echte Rekrutierer, zu deren Aufgaben und Arbeitsalltag es gehört, über die Einstellung geeigneter Kandidaten für eine Stelle zu entscheiden.

Die Testpersonen sollten eine Einschätzung hinsichtlich der Intelligenz und diverser Persönlichkeitseigenschaften des Bewerbers bzw. der Bewerberin vornehmen.

Brunswick'schen Linsenmodell als theoretische Basis

Offensichtlich leiten Angestellte in den Personalabteilungen, die die Bewerbungen prüfen, unter anderem auch aus dem Grad der Formalität der E-Mail-Adresse Eigenschaften des Bewerbers ab, insbesondere die Ausprägung von Gewissenhaftigkeit und von kognitiven Fähigkeiten. Diese beiden Eigenschaften hängen besonders mit der angegebenen Wahrscheinlichkeit zusammen, ob jemand eingestellt werden kann oder nicht.

Quelle:
van Toorenburg Marlies, Oostrom Janneke K., and Pollet Thomas V. What a Difference Your E-Mail Makes: Effects of Informal E-Mail Addresses in Online Résumé Screening. Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking. March 2015, 18(3): 135-140. doi:10.1089/cyber.2014.0542.

Hier ist der Link zum kompletten Artikel:
http://online.liebertpub.com/doi/full/10.1089/cyber.2014.0542#utm_campaign=cyber&utm_medium=email&utm_source=pr
© 2014 Markus Käkenmeister